„Hast du heute schon Danke gesagt…?“ – Erntedankfest in der Auferstehungskirche

„Dafür sind wir dankbar…!“ – Plakate der Kinder aus dem Spatzennest
Erntegaben

Eine Woche früher als im Kalender vermerkt feierte die Auferstehungsgemeinde in der gut gefüllten Kirche das Erntedankfest. Die Kinder des Kindergartens wollten wie in jedem Jahr ein Lied vorsingen, was durch die allgemeine Situation nicht möglich war. Dennoch waren sie in dem Gottesdienst präsent: Ein im Kindergarten aufgenommenes Gesangsvideo und liebevoll gestaltete Plakate zum Thema „Erntedank“ bereicherten den Gottesdienst.

In seiner Predigt zu dem Lied „Wir pflügen und wir streuen“ betonte Pfarrer Joachim Meister, dass wir Gott für das Gute, das wir empfangen, danken können, auch wenn es „durch unsere Hände“ geht, also viel menschlicher Fleiß notwendig ist.

Gemeindeglieder hatten wie in jedem Jahr überwiegend haltbare Lebensmittel gespendet, angefangen von Spaghetti und Püriertomaten bis hin zu Konserven und Gummibärchen. Diese wurden im Anschluss an den Gottesdienst an den Sozialen Stadtteilladen übergeben, damit sie den Kindern auf dem Heuberg zugute kommen.

Joachim Meister

Freiwilligentag – Arbeitseinsatz rund um die Auferstehungskirche

Baumschnitt
Baum- und Strauchschnitt.

Auch in diesem Jahr beteiligte sich die Auferstehungskirchengemeinde wieder an der landesweiten Aktion des „Freiwilligentages“. Pfarrer Meister begrüßte Albert Eisengrein, FSJ-Absolvent Christian Mühlhause, Nicola Ferl, Lothar Quanz, Georg Rabe und Nicole Schuchard, die dem wuchernden Grün mit Heckenschere, Gabel und Rechen wieder eine passende Form gaben. Vielen Dank an die Helfer*innen.

Joachim Meister

Heidi Ott – langjährige Leiterin der Kita Mauerstraße in den Ruhestand verabschiedet

„Das geht gar nicht!“, mit diesem Worten beschrieb Pfarrer Christoph Dühr seine spontane Reaktion als er vom bevorstehenden Ruhestand der langjährigen Leiterin der Kita Mauerstraße, Heidi Ott, hörte. Fast 32 Jahre währte ihr aktiver Einsatz in dieser Einrichtung. „Sie ist aus der Kita-Landschaft der evangelischen Kindertagesstätten im Werra-Meißner-Kreis nicht wegzudenken,“ so Christoph Dühr in seinem Grußwort. Als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Kindertagesstätten im Werra-Meißner-Kreis hatte er über viele Jahre mit Heidi Ott zusammengearbeitet. „Sie ist pragmatisch, lösungsorientiert und hat ein feines Gespür für Menschen.“ Bürgermeister Alexander Heppe lobte die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Eschwege. In den letzten Jahren hätten sie viele Vorgaben des Landes Hessens und Rahmengesetze umgesetzt. Dabei habe Frau Ott nicht nur pädagogische und organisatorische Kompetenz gezeigt, sondern auch politisches Denken. Darauf bezog sich auch Regine Haber-Seyfarth, Vorsitzende des Verbandes Evangelische Tageseinrichtungen für Kinder, als sie sagte: „Heften Sie sich den Erfolg des neuen hessischen Kinder- und Jugendhilfegesetzes, das vor zwei Monaten in Kraft getreten ist, an Ihr Revers!“ Darin, so erläuterte sie, seien erstmalig auch Leitungszeiten berücksichtigt worden. Für das Erreichen solcher politischen Ziele habe Heidi Ott über viele Jahre hinweg gekämpft. „Ja, Sie haben mit ihren Aktionen und Demonstrationen tatsächlich etwas erreicht. Darauf können Sie stolz sein.“, so Frau Haber-Seyfarth. In ihrem Grußwort zeichnete sie noch einmal die rasante Entwicklung auf, die seit den 90er Jahren im Bereich der Elementarpädagogik durch die Reform des Kinder- und Jugendhilfe-Gesetzes vollzogen wurde. Mit der Abkehr von einem Kontrollverständnis hin zu einem Angebots- und Leistungsgesetz waren in den folgenden Jahren zahlreiche grundlegende Änderungen verbunden: Neue pädagogische Konzepte, die Einführung von Qualitätsstandards, die Anerkennung der Kita als Bildungsort, Bildungsstandards, der Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz, die Sicherung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Erarbeitung von Personalschlüsseln, gesellschaftliche, fachliche und tarifliche Anerkennung.

Bei der Verabschiedungsfeier in der Neustädter Kirche fehlten – coronabedingt – ausgerechnet die Kinder. Eigentlich hätten diese, zusammen mit der langjährigen Musikpädagogin Sabine Hofmann, ein musikalisches Ständchen bringen sollen. Stattdessen sorgte eine spontane Flötengruppe unter der Leitung von Frau Hofmann für den musikalischen Rahmen.

Das Team der Kita-Leiterinnen der evangelischen Einrichtungen in der Kreisstadt Eschwege verabschiedete ihre Kollegin mit einem Rap. Auch der Elternbeirat und Pfarrer Werner als Vorsitzender des Kita-Ausschusses der Evangelischen Stadtkirchengemeinde bedankten sich für die gute Zusammenarbeit. Für den Ruhestand gab er ihr das Bibelwort mit: „Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.“ und ein persönliches Segenswort. Beim geselligen Beisammensein im Garten der Kita Mauerstraße wartete schließlich noch das Team der Erzieherinnen mit verschiedenen Überraschungen auf. Neue Leiterin ist seit Juli Frau Natascha Groß.

Sieglinde Repp-Jost

Pantomimenspiel über das Leben und den Tod

Einen berührenden und zugleich humorvollen Abend erlebten 60 Zuschauerinnen am Sonntag, 27. September bei dem szenischen Pantomimenspiel „DAS LEBEN – Eine lebendige Begegnung mit dem Tod“ in der Marktkirche.

Die Hospizgruppe Eschwege e.V. und das Evangelische Forum Werra-Meißner hatten dazu den Klinikclown Christoph Gilsbach aus Münster eingeladen. Der Tod ist in jeder Lebensphase als Möglichkeit präsent. Im Spiel saß „ER“ still und leblos am Rand, während Gilsbach mit großer gestischer und mimischer Ausdruckskraft die verschiedenen Lebensphasen von der Kindheit, über Jugend und Schönheit, Erfolg und Unzufriedenheit bis zum Abschied darstellte. Seine Spannung bezog das Spiel aus den Momenten, in denen das LEBEN, überraschend, zufällig oder unausweichlich, dem Tod begegnete. Wie sehe ich den Tod? Bin ich ihm in meinem Leben schon begegnet und was war das für eine Begegnung? Ich bin jedenfalls mit dem starken Gefühl aus der Aufführung gegangen, dem Tod nicht das Feld zu überlassen, sondern ihm mit jeder Faser des Lebens zu begegnen. Manchmal mag das heißen, mich bewusst von ihm weg zu wenden, dann wiederum ihm eine rote Nase und ein Lachen entgegenzusetzen, und manchmal auch ihn zu umarmen. Das alles ist auf dem Weg des LEBENS zu lernen: „Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.“ (Psalm 90,12)

Sieglinde Repp-Jost

OLYMPUS DIGITAL CAMERA