Neue Kollektenordnung

Ab dem 1. Januar 2021 gilt in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck eine neue Kollektenordnung. Hier erfahren Sie, was Kollekten sind und was sich ändert …

Was sind Kollekten?

Kollekten sind freiwillige Gaben, die am Ende eines Gottesdienstes eingesammelt werden. Mit dem Geld werden kirchliche Aufgaben und Projekte außerhalb der eigenen Kirchengemeinde, aber auch Projekte der eigenen Gemeinde unterstützt. Sie sind eine Form der Hilfe von Christen untereinander. Schon in der Bibel wird von der Praxis berichtet, durch Geldsammlungen Gemeinden in Not zu unterstützen. Für den Apostel Paulus drückt sich darin vor allem die Liebe zu Gott und die Liebe zum Nächsten aus. Denn alle gute Gabe kommt von Gott. Er ist der Geber. Indem wir von unserem Geld abgeben, geben wir etwas zurück, was Gott uns schenkt. Kollekten und Spenden sind deshalb auch ein Ausdruck von Dankbarkeit. Darum haben sie auch ihren Platz im Gottesdienst.

Die „alte“ Kollektepraxis

… bestand aus sog. Pflichtkollekten, die vorab von der Landeskirche festgelegt waren und sog. freien Kollekten, deren Zweck der Kirchenvorstand bestimmte. Jeder Betrag wurde unmittelbar eingezahlt und an den Empfänger weitergeleitet. Dieses Abrechnungsverfahren war äußerst aufwändig und teuer. Manchmal waren vier bis fünf Personen mit einem Betrag beschäftigt.

Die neue Kollektenordnung …

… soll das Abrechnungsverfahren vereinfachen und den Kirchenvorständen die Möglichkeit geben, mehr als bisher eigene Projekte und Zwecke zu bestimmen.

Künftig gibt es pro Kalenderjahr nur noch 10 „Pflichtkollekten“, also Kollekten, deren Zweck durch die Landeskirche vorab festgelegt sind. Dazu gehören z.B. die Kollekte für die Aktion Brot-für-die-Welt am 1. Advent und die Kollekte für den Verein Ausbildungshilfe in den Konfirmationsgottesdiensten.

Über die Verwendung aller übrigen Kollekten entscheidet der Kirchenvorstand.

Allerdings müssen von den Kollekten im Gottesdienst 15% an die Landeskirche abgeführt werden. Diese 15% fließen in einen Kollektentopf, aus dem landeskirchliche Initiativen und Einrichtungen gefördert werden, die sich darum bewerben.

Von dieser Regelung ausgenommen sind Kollekten bei Trauungen, Andachten oder Musikalischen Vespern.

Der Kirchenvorstand der Stadtkirchengemeinde hat beschlossen, die Praxis von zwei Kollekten am Ausgang des Gottesdienstes – eine für die eigene Gemeinde und die andere für einen Zweck außerhalb unserer Gemeinde – beizubehalten.

Von beiden Beträgen werden jedoch künftig jeweils 15% an die Landeskirche weitergeleitet.

Heiligabend draußen vor der Marktkirche

Familienweihnacht „In Windeln gewickelt“ – Heiligabend vor der Marktkirche

Heiligabend auf dem Schulhof der Struthschule

Das war ein ganz besonderes Erlebnis am Heiligen Abend – für Jung und Alt! In Gedenken an die Geburt Jesu wurde in Kleingruppen ein erlebbarer Weihnachtsweg auf dem Schulhof der Struthschule durchlaufen.
Die Teilnehmer wurden mit auf eine Reise zu Maria und Josef genommen, von der Verkündigung der frohen Botschaft durch den Erzengel Gabriel, der Reise nach Bethlehem und der Herbergssuche bis hin zum Stall mit Jesus in der Krippe. Dazwischen machte man noch eine Tour durch den Orient, wo man orientalische Musik, Gerüche und Geschmäcker wahrnehmen konnte und schließlich zu den Heiligen drei Königen gelangte und mit diesen den Sternen folgte.  Auch die Hirtenstation wurde bestaunt und in freudiger Erwartung Herzen mitgenommen, die man, zusammen mit seinen Wünschen, Sorgen oder Träumen vor Jesus‘ Krippe hinterlegen konnte.

Am Ende des Weihnachtsweges erhielt man das Friedenslicht aus Bethlehem, Strohsterne und den Segen durch die Pfarrer. Das war eine besonders schöne Erfahrung!

Die Gemeinde der Kreuzkirche wünscht allen eine schöne, besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2021 !

*** Auch kann jeder online unser schönes Krippenspiel und eine Führung durch den Weihnachtsweg auf Youtube ansehen bzw. miterleben. Wir wünschen viel Spaß dabei ! ***

„Dekupier-Leim-Technik“ – Weihnachtskrippe

Seit dem 3. Advent bis Mitte Januar wird die Holz-Krippe des Oberhöner Hobbykünstlers Roland Bietz mit annähernd lebensgroßen Figuren in der Neustädter Kirche der Evangelischen Stadtkirchengemeinde ausgestellt. 

Anfang der 90er Jahre begann Bietz mit der Bearbeitung von Leimholzbrettern mittels einer Dekupiersäge. Sehr schnell entwickelte er eine eigene Technik die er „Dekupier-Leim-Technik“ nannte.

Je nach Ausgangsmaterial und Motivwahl wird eine Figur auf das Brett gezeichnet, die einzelnen Teile mit einer Dekupiersäge ausgesägt, um sie anschließend wieder genau an der ursprünglichen Stelle in unterschiedlicher „Tiefe“ einzuleimen. So entsteht eine reliefartige Oberfläche die sogar das Erfühlen des Motivs ermöglicht. 

Im Laufe der Jahre entstanden weit über 100 Werke. Die verarbeiteten Hölzer und entsprechende Motive erstreckten sich von einer 3 cm großen Ameise bis hin zu dem Motiv des Elefanten mit ca. 190 cm. 

Die in der Neustädter Kirche gezeigte Arbeit, eine Krippendarstellung, wurde erstmals 2003, bestehend aus drei Figuren, ausgestellt. Jährlich kamen neue Figuren hinzu. Die Krippendarstellung umfasst inzwischen 40 Exponate. 

Die zentrale Begebenheit des Festes, die Geburt des Kindes mit Namen Jesus, steht im Vordergrund der Darstellung. Maria mit dem Kind im Arm und Joseph an ihrer Seite. Sie werden ergänzt durch alle möglichen „Figuren“, wobei jede der Figuren eine besondere Bedeutung im Zusammenhang mit der Botschaft der Weihnachtsfreude hat.