Trostkonzert auf YouTube

Der November ist der Monat, in dem die Menschen ihre Vergänglichkeit besonders spüren. Die Bäume verlieren die letzten Blätter und der Winter bricht ein. Allerheiligen, Volkstrauertag und Ewigkeitssonntag beenden das Kirchenjahr und führen den Verlust geliebter Menschen vor Augen. Darüber hinaus wird in diesen Tagen wieder deutlich, wie verwundbar wir sein können. Denn Corona nimmt der Welt den Atem.

Der November ist ein trauriger Monat, aber er muss nicht «trostlos» sein. Einen Beitrag dazu möchte das Trostkonzert mit der Sängerin Njeri Weth und ihren Musikern leisten. In dem Konzert aus der Marktkirche in Eschwege sollen Lieder voller Kraft und Licht für die dunklen Stunden des Lebens erklingen. «Dieses Konzert ist ein Geschenk an alle, denen die Trauer die Luft nimmt und die Sorge die Tage trübt. Ein Konzert für Menschen, die dem Trost der Ewigkeit und dem Segen alter Psalmen neu auf die Spur kommen wollen», schreibt die Künstlerin in der Anküdigung.

Musikalisch bringt die studierte Opernsängerin in dieser neuen Konzertform vor allem eigene Kompositionen und zeitgenössische Gospels zur Aufführung. Das Trostkonzert gestaltet sie gemeinsam mit ihren einfühlsamen Musikern, Daniel Schunn am Piano und Erika Umanez am Cello. An die Seite der Musik treten gottesdienstliche Elemente und Lesungen vom Theologen und Ehemann der Sängerin, Johannes Weth.

Das Konzert wurde am 13. November in der Eschweger Marktkirche aufgenommen und für die Video-Veröffentlichung leicht gekürzt. Am Wochenende des Ewigkeitssonntag wird es ab Samstag (20.11., 18 Uhr) auf dem YouTube-Kanal der Sängerin abrufbar sein. 

Veranstalter sind die Evangelische Stadtkirchengemeinde Eschwege, das Team Popularmusik im Evangelischen Kirchenkreis Werra-Meißner und die Spangenberger Stiftung Himmelsfels. Unterstützt wird die Produktion von Bischöfin Dr. Beate Hofmann, der Pröpstin des Sprengels Kassel, Katrin Wienold-Hocke, und dem Kantor für Popularmusik Kurhessen-Waldeck, Peter Hamburger. 

Konfis besuchen ehemalige Synagoge in Eschwege

Am Dienstag, 9. November besuchen Konfirmandinnen und Konfirmanden der Evangelischen Stadtkirchengemeinde die ehemalige Synagoge in Eschwege, die am 8. November 1938 von Nazis im Innern völlig zerstört wurde. Mit VR-Brillen, die der „Verein Freundinnen und Freunde jüdischen Lebens im Werra-Meißner-Kreis“ zur Verfügung gestellt hatte, konnten sich die Konfis durch den Innenraum der Synagoge vor ihrer Zerstörung bewegen. „Ein tolles Erlebnis! Das hat richtig Spaß gemacht.“, war die einhellige Reaktion zum Schluss. Das Gebäude wird heute von der Neuapostolischen Gemeinde als Gotteshaus genutzt.