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Juden und Christen haben gemeinsame Wurzeln – Konfirmandentag zu jüdischem Leben in Eschwege und Abterode

Juden und Christen haben eine gemeinsame Wurzel

40 Konfirmandinnen und Konfirmanden aus Eschwege und Niederdünzebach erkundeten einen ganzen Tag lang das jüdische Leben in Abterode und Eschwege. „Das war heute richtig gut“, war die einhellige Meinung in der Abschlussrunde. „Ich habe heute gelernt, dass Christen und Juden zusammengehören, aber auch wie schwer es Juden in der Nazizeit hatten.“ Christen und Juden haben vieles gemeinsam. Das konnten die Jugendlichen bei diesem Konfirmandentag entdecken. Sie glauben an einen Gott, sie sehen in der Thora, in den Propheten und in den Psalmen heilige Schriften, sie richten ihr Leben an den 10 Geboten aus. Auch in der Art und Weise, wie sie Gottesdienst feiern, ist vieles gemeinsam. Leider haben die christlichen Kirchen in der Vergangenheit oft das Trennende hervorgehoben und sogar zur Feindschaft gegenüber Juden beigetragen. Inzwischen wird vielen bewusst, dass Juden und Christen eine gemeinsame Wurzel haben. Schon der Apostel Paulus schrieb an die christliche Gemeinde in Rom: „Nicht du trägst die Wurzel, sondern die Wurzel trägt dich“ (Römer 11,18b). In der Synagoge und auf dem jüdischen Friedhof in Abterode konnten die Jugendlichen Spuren jüdischen Lebens in Abterode entdecken. Mit Erschrecken hörten sie, wie der entfesselte Hass auf Juden – der Antisemitismus – zur Auslöschung der jüdischen Gemeinde führte. „Gott sei Dank gibt es heute wieder jüdisches Leben in Deutschland“, sagte Dr. Martin Arnold, der Vorsitzende der Freundinnen und Freunde jüdischen Lebens im Werra-Meißner-Kreis. Die Pfarrerinnen Anne Rudolph und Sieglinde Repp-Jost stellten den Jugendlichen die bleibende Verbundenheit von Christen und Juden vor Augen.